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Forschungsansatz und Vorgehen

Fallstudien in drei strukturell unterschiedlichen Praxisregionen

Die Kooperationshemmnisse sind äußerst vielschichtig und dürften von Region zu Region unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Dieser großen Spannbreite soll durch eine transdisziplinäre Projektausrichtung intensiv begegnet werden, die neben einem Bündel wissenschaftlicher Expertise auch gleichberechtigten Praxispartnern ein großes Gewicht im Forschungsverbund beimisst. Geplant ist ein fallstudienbasiertes Vorgehen. Dazu wurden drei Praxisregionen ausgewählt.

Kooperationshemmnisse und angestrebte Lösungen

Anhand der Fallstudien in den drei Regionen wird geklärt, welche Innovationen benötigt werden, damit regionale Kooperationen bei schwierigen und konfliktreichen Herausforderungen des Landmanagements nicht scheitern und erfolgreich umgesetzt werden können. Beispielsweise sind Ängste vor Kompetenz- und Autonomieverlusten unter den beteiligten Akteuren weit verbreitet. Kooperation führt immer zur Verteilung von Kompetenzen auf "mehrere Schultern", ein Autonomieverlust ist der Kooperation damit gewissermaßen wesensimmanent. Wenn die Vorteile einer Kooperationslösung für die Partner nicht offensichtlich sind, unterbleiben kooperative Lösungen deshalb häufig. Selbst bei win-win-Themen sind z. T. erhebliche Verhandlungen nötig, um allen Kooperationspartnern das Gefühl zu geben, gleichmäßig bzw. gemäß ihres jeweiligen Einsatzes zu profitieren. Abhilfe können an dieser Stelle beispielsweise Informations- und Modellierungswerkzeuge schaffen, welche den Akteuren die Folgen des Nicht-Kooperierens (z. B. als Folgekosten) vor Augen führen. Dies ist einer der Anknüpfungspunkte der Innovationsgruppe UrbanRural Solutions.

Flexibilität durch Werkzeugkastenprinzip

Aufgrund der Heterogenität der Herausforderungen wird ein modularer Aufbau der Projektbausteine zum Einsatz kommen. Dazu wird gemeinsam mit allen Praxispartnern ein Werkzeugkasten erarbeitet, aus dem sich die Praxisregionen bedienen können, um ein für sie stimmiges und auf die aktuellen Bedürfnisse vor Ort passendes Konzept zusammenzustellen. Die in dem Werkzeugkasten enthaltenen Produkte sollen so weit entwickelt werden, dass sie innerhalb der Praxisregionen langfristig etabliert und anderen Kommunen nach Projektende als umfassende Beratungsdienstleistung zur Verfügung gestellt werden können. Konkret umfassen die angestrebten Ergebnisse eine regionale Wissensversorgung, ein Szenario-Tool, Politik- und Bürgerbeteiligung nach dem Open Innovation-Ansatz, die Konzeption von Strategiefindungsprozessen sowie die Umsetzungsbegleitung von Kooperationslösungen.


Konzeptioneller Ansatz und wissenschaftliche Ziele (eigene Darstellung)


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