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Teilmodell Unternehmensumzüge

Alle Unternehmen werden einen Standort mit zugehöriger Flächenart und Flächengröße über das Modell SEMENTA vom IÖR zugeordnet. Die Anzahl der Beschäftigten lässt sich nach einer Flächenkennziffer berechnen. Der stadträumliche Lagetyp definiert sich über die in der Umgebung des Unternehmensstandorts befindlichen Flächenarten und Branchen, die Erreichbarkeit und Dichte sowie je Typ noch einzelnen weiteren Kriterien. Insgesamt werden 9 stadträumliche Lagetypen unterschieden (Stadtzentrum, Nahversorgung Wohngebiet, Nahversorgungszentrum/Stadtteilzentrum, dezentraler Einzelhandelsstandort, dezentraler Bürostandort, Gewerbe- und Industriestandort, Standort sozialer Infrastruktur, Wohnstandort, sonstiger Standort).

Die Umzugsmodellierung selbst läuft über die Schritte 'Eintritt in die Standortsuche', 'Standortsuche' und 'Standortbewertung und –entscheidung' ab. Der Eintritt in die Standortsuche erfolgt, sobald ein Standort in der Konsequenz eines Zuwachses oder Verlustes an Mitarbeitern (ausgelöst durch die Module Firmographie oder Arbeitsmarkt) zu klein oder zu groß wird und wenn nach Branche und Betriebsgröße des Unternehmens ein Umzug nicht ausgeschlossen oder sehr wahrscheinlich ist. Im Verfahren der Standortsuche wird eine von der Größe des Unternehmens abhängige Anzahl von Alternativstandorten gesucht, die möglichst gut den Standortanforderungen des suchenden Unternehmens entsprechen und möglichst nah am vorherigen Standort des Unternehmens liegen. In der Standortbewertung und –entscheidung wird entschieden, ob und wenn ja, wohin das Unternehmen in der aktuellen Simulationsperiode umzieht. Die Standortentscheidung bezieht dabei die Auswahlgründe für die ursprüngliche Standortwahl des Unternehmens mit ein.