Organisationsbionik steht für das Lernen von der Natur für organisatorische Fragestellungen.

Bei der Organisationsbionik wird systematisch nach spezifischen Lösungen für konkrete Fragestellungen von Unternehmen gesucht, um neue Ideen für die nachhaltige Gestaltung von Organisationsstrukturen und –prozessen zu entwickeln. Dabei wird in vier Schritten vorgegangen: Bionik-Workshop



Der Blick in analoge Organisationen der Natur fördert die Kreativität und zeigt bereits vorhandene Lösungsansätze auf. Diese werden jedoch nicht 1 zu 1 übertragen. Stattdessen dienen zugrundeliegende Wirkprinzipien (z.B. bei der Kommunikation der Honigbiene) als Ideengeber für die Entwicklung innovativer Maßnahmen für zuvor identifizierte Problemstellungen im Unternehmen (z.B. für die Verbesserung der Kommunikation an Schnittstellen).

Die Vorgehensweise entspricht den oben aufgeführten vier Schritten:

Im ersten Schritt werden im gemeinsamen Diskurs mit Unternehmensvertretern verschiedener Abteilungen eine Problemstellung definiert und die Ursachen hinterfragt.

Im zweiten Schritt werden biologische Vorbilder, welche z.B. einen analogen Produktionsprozess aufweisen, identifiziert. Anschließend werden die Prinzipien des biologischen Vorbilds abgeleitet, die den Prozess in der Natur erfolgreich machen.

Im dritten Schritt wird ein Kreativ-Workshop durchgeführt, in welchem Unternehmensvertreter verschiedener Abteilungen gemeinsam neue Ideen auf Basis der biologischen Prinzipien entwickeln. Die Ideen werden noch im Workshop verdichtet und die besten Ideen zu konkreten Maßnahmen weiterentwickelt, welche direkt umsetzbar sind.

Im vierten Schritt werden die entwickelten Maßnahmen schließlich im Unternehmen umgesetzt, um die Prozesse zu verbessern. Die vorherige Einbindung von Beschäftigten unterschiedlicher Abteilungen in die Ideenentwicklung unterstützt dabei die Umsetzungsbereitschaft und verringert Widerstände.